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Pünktlich in der Kita – warum ist der Morgenkreis wichtig?

 

Viele Kindergärten und Krippen schlagen sich zu Beginn eines jeden Tages mit einem kleinen aber feinen Problem herum. Der Pünktlichkeit der Kinder zum Morgenkreis.

Um Eltern klar zu machen, warum KiTas zu teils drastischen Mitteln greifen, um den Morgenkreis zu schützen, will ich kurz darauf eingehen, warum Erzieher so viel Wert darauf legen, dass pünktlich begonnen werden kann und die Gruppe nicht gestört wird.

Der der erste echte „Termin“ des Tages.

Der pädagogische Alltag beginnt. Die Kinder werden begrüßt und begrüßen sich. Der Tag wird besprochen usw. Das Ganze ist vergleichbar mit einer morgendlichen Teamsitzung. Was wäre wenn täglich einer der Kollegen diesen Termin stört.

Die Kinder lernen im Morgenkreis sehr viel.

Neben Faktenwissen wie Namen, Geburtstagen und Liedern auch softe Fähigkeiten. z.B. vor der Gruppe etwas erzählen, sich ausdrücken, gegenseitig zuhören, usw. Für Kinder im Alter zwischen 1 und 6 eine anstrengende Aufgabe, für die viel Konzentration nötig ist. Störungen also unerwünscht.

Gewohnheitstiere

Kinder, vor allem im Vorschulalter – je jünger desto mehr – sind „Gewohnheitstiere“. Sie halten sich an Regeln, Rituale und Abläufe. Ich sage dazu sie hangeln sich an Terminen durch den Tag. Manche mehr und manche weniger stoisch, aber für alle ist der feste Tagesablauf wichtig. Für einzelne Kinder so sehr, dass ein verpasster Morgenkreis den gesamten restlichen Tag beeinflusst.

Wer ist denn eigentlich heute da?

Im Morgenkreis wird in vielen Einrichtungen die Gruppenstärke für den Tag ermittelt, also z.B. Essen bestellt, die Tischordnung angepasst und Angebote vorbereitet. Wenn zu diesem Zeitpunkt Kinder nicht da sind, beeinflussen sie rein organisatorisch den Tagesablauf und die Erzieher müssen nachjustieren.

Wie wir sehen, gibt es einige echt gute Gründe dafür, dass der Morgenkreis nicht gestört werden sollte. Dagegen stehen meist reichlich schlechte Ausreden von Eltern.

Echte „Notwendigkeiten“ wie Arzttermine werden von den Mitarbeitern in der KiTa sicher toleriert. Der täglich gleiche Stau auf der Strecke zum Kindergarten wahrscheinlich nicht. Auch hier lässt sich leicht eine Parallele zum eigenen Job schlagen.

Von |2017-05-26T11:44:17+00:0021. November 2016|Allgemein|1 Kommentar

Autor:

Ein Kommentar

  1. Louise 27. Februar 2018 um 10:51 Uhr - antworten

    Hi,
    danke für den interessanten Beitrag. Der Sohn einer Freundin ist gerade zu Eingewöhnung im Kindergarten in Baden. Zunächst wollte er nicht so recht von der Mutter getrennt sein. Mittlerweile hat sich das aber sehr geändert. So möchte er nicht mehr los, wenn sie ihn abholen kommt.

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